Glasfaser im Raum Koblenz–Neuwied–Bonn: Wo der Ausbau steht – und warum eine professionelle IT-Planung jetzt entscheidend ist

Stand: Dezember 2025

Der Glasfaserausbau im Raum Koblenz–Neuwied–Bonn nimmt spürbar Fahrt auf – aber er ist nicht überall gleich weit. Während in einigen Stadtteilen die ersten Haushalte längst über echte Glasfaseranschlüsse arbeiten, warten andere Orte noch auf den Baubeginn oder kämpfen mit organisatorischen Unklarheiten. In diesem Beitrag erhalten Sie nicht nur einen strukturierten Überblick über den aktuellen Stand in unserer Region, sondern vor allem einen praxisnahen Leitfaden, wie Sie Ihr Gebäude und Ihre IT-Infrastruktur so vorbereiten, dass der neue Anschluss im Alltag wirklich Mehrwert bringt. Genau hier setzt unsere Dienstleistung an: Wir übersetzen die technischen Anforderungen in klare Schritte, begleiten die Abstimmung vor Ort und sorgen dafür, dass Glasfaser, Netzwerk und Geräte organisatorisch und technisch zusammenpassen.

Aktueller Stand: Deutschlandweit viel Bewegung, lokal sehr unterschiedliche Bilder

Deutschlandweit wächst der Anteil echter Glasfaseranschlüsse (FTTH/B) weiter. Telekommunikationsanbieter, Stadtwerke und Spezialisten wie Deutsche Glasfaser oder regionale Netzbetreiber investieren kontinuierlich in neue Netze. Die großen Player melden Jahr für Jahr zusätzliche Millionen sogenannter „Homes Passed“ – also Gebäude, an denen die Glasfaser technisch verfügbar ist, auch wenn der Anschluss noch nicht gebucht wurde.

Für unsere Region lässt sich grob folgendes Bild zeichnen:

In Koblenz ist die Innenstadt bereits seit einiger Zeit mit Glasfaser versorgt, und der Ausbau dehnt sich sukzessive auf weitere Stadtteile aus. Die Telekom hat dafür eine Liste von rund 22 Stadtteilen definiert, die nach und nach eigenwirtschaftlich erschlossen werden. Parallel dazu ist mit OXG ein weiterer Anbieter eingestiegen, der seit 2025 in ausgewählten Bereichen – unter anderem rund um Lützel und Neuendorf – zusätzliche Glasfaseranschlüsse umsetzt. Für viele Eigentümer bedeutet das: Es gibt nicht mehr nur ein Angebot, sondern eine echte Wahlmöglichkeit von Anbietern auf einer modernen Infrastruktur.

Im Landkreis Neuwied läuft der Ausbau grundsätzlich auf zwei Schienen: Zum einen der privatwirtschaftliche Ausbau, vor allem durch Deutsche Glasfaser in verschiedenen Ortsgemeinden, zum anderen der geförderte Ausbau im Rahmen des sogenannten „Graue-Flecken-Programms“. Bei letzterem werden Gebiete angeschlossen, die bislang unterversorgt sind und die unter wirtschaftlichen Bedingungen nicht ausgebaut würden. Kommunen und Betreiber informieren hier immer wieder über Fristen, bis wann Eigentümer eine kostenlose Hauseinführung beauftragen können. Wer diese Fristen versäumt, muss den Anschluss in vielen Fällen später vollständig selbst bezahlen.

In Bonn und dem engeren Rhein-Sieg-Umfeld arbeiten mehrere Anbieter – etwa regionale Carrier – daran, weitere Stadtteile auf Glasfaser zu bringen. Dort ist das Bild ähnlich wie in Koblenz: In einigen Quartieren ist die Infrastruktur bereits vorhanden, in anderen werden aktuell Trassen geplant, Infoveranstaltungen durchgeführt und Vorvermarktungsquoten eingesammelt.

Zusammengefasst ist die Region in Bewegung: In den Städten Koblenz und Bonn entsteht ein immer dichteres Glasfasernetz, während im ländlicheren Umfeld – Westerwald, kleinere Orte im Landkreis Neuwied und entlang des Rheins – sehr stark vom jeweiligen Projekt abhängig ist, wie weit der Ausbau ist.

Wo es hakt: Verzögerungen, Kommunikation und lokale Baustellenrealität

So viel Dynamik es beim Ausbau gibt, so ehrlich muss man auch über die Stellen sprechen, an denen es aktuell noch hakt. Diese Punkte erleben wir in Projekten in der Region immer wieder:

Erstens gibt es in einzelnen Orten Verzögerungen zwischen Ankündigung und tatsächlichem Baustart. Flyer, Infoabende und Vorvermarktung laufen, aber Tiefbauunternehmen sind bundesweit stark ausgelastet. Dadurch verschieben sich geplante Zeitfenster nach hinten, ohne dass dies immer transparent kommuniziert wird.

Zweitens sorgt die Trennung zwischen privatwirtschaftlichem Ausbau und gefördertem Ausbau im Landkreis Neuwied für Verwirrung. Viele Bürger hören „Glasfaser kommt“, wissen aber nicht, ob ihr Haus über ein Projekt der Deutschen Glasfaser oder über ein gefördertes Graue-Flecken-Vorhaben angeschlossen werden soll. Unterschiedliche Schreiben, unterschiedliche Fristen und unterschiedliche Ansprechpartner führen schnell dazu, dass wichtige Briefe einfach abgeheftet werden – mit der Folge, dass Anschlussmöglichkeiten verpasst werden.

Drittens zeigen Rückmeldungen aus der Region, dass nicht jeder Anbieter bei Störungen oder Nachfragen gleich gut erreichbar ist. Gerade in Neubaugebieten und frisch erschlossenen Straßen berichten Kunden vereinzelt von längeren Entstörzeiten oder unklaren Informationsketten. Das schmälert das Vertrauen, ändert aber nichts daran, dass die Glasfaser als Infrastruktur langfristig die richtige Richtung vorgibt.

Viertens darf man nicht vergessen, dass Glasfaser ein Tiefbauprojekt ist. Das bedeutet ganz konkret: aufgerissene Gehwege, Baufahrzeuge in engen Straßen und kurzfristige Verkehrsbehinderungen. In dicht bebauten Ortsteilen am Rhein oder in historischen Ortskernen stoßen die Bautrupps gelegentlich auf Leitungen, Fels oder andere Überraschungen im Untergrund. Solche Situationen führen zu Nacharbeiten und in der Folge zu weiteren Verzögerungen.

Kurz gesagt: Der Ausbau wird kommen – aber er fühlt sich vor Ort nicht immer so geradlinig an, wie es Hochglanzbroschüren versprechen. Umso wichtiger ist es, dass Eigentümer und Unternehmen ihren Teil der Hausaufgaben rechtzeitig erledigen.

Was Eigentümer und Unternehmen jetzt am Gebäude vorbereiten können

Unabhängig vom konkreten Anbieter oder Projekt gibt es eine Reihe von Maßnahmen, mit denen Sie Ihr Gebäude so vorbereiten, dass der spätere Glasfaseranschluss technisch sauber, optisch ordentlich und ohne Hektik umgesetzt werden kann. Auch wenn vieles einfach klingt, reduziert eine frühzeitige Klärung im Alltag sehr viel Stress – und genau an dieser Stelle ist es sinnvoll, einen erfahrenen IT-Partner einzubinden, der typische Stolpersteine kennt und die Planung strukturiert durchzieht.

Ein zentraler Punkt ist der gewünschte Übergabepunkt im Gebäude. Glasfaseranschlüsse enden in der Regel im Keller oder im Hauswirtschaftsraum, dort wird eine kleine Glasfaserabschlussdose montiert. Überlegen Sie frühzeitig, wo im Gebäude diese Stelle sinnvoll ist. Ideal ist ein trockener, gut zugänglicher Bereich, in dem bereits heute Strom, Netzwerktechnik und eventuell ein kleiner Serverschrank oder Router stehen. Je klarer dieser Ort definiert ist, desto schneller können Monteure arbeiten.

Ebenso wichtig ist die interne Verkabelung. Glasfaser allein löst kein WLAN- oder Netzwerkproblem, wenn danach alles wieder auf alten, ungünstig verlegten Kupferleitungen hängt. Prüfen Sie deshalb, welche Räume im Haus oder im Unternehmen mit Netzwerkkabeln (z. B. Cat-6a oder Cat-7) angebunden sein sollen und ob es bereits Leerrohre oder Kabelwege vom Keller in die Etagen gibt. Wo heute noch ein DSL-Router irgendwo im Flur steht, lohnt es sich oft, einen zentralen Netzwerkknoten mit kleinem Patchfeld vorzusehen.

Für Mehrfamilienhäuser und gemischt genutzte Immobilien sollten Eigentümer frühzeitig mit der Hausverwaltung oder den Mietern sprechen. Für den Glasfaseranschluss ist in der Regel eine Gestattungserklärung des Eigentümers notwendig. Wenn mehrere Parteien im Gebäude wohnen, ist es sinnvoll, gemeinsam zu klären, ob alle Wohneinheiten mittelfristig angebunden werden sollen. Das verhindert spätere Umbauten und sorgt für ein einheitliches Erscheinungsbild im Treppenhaus.

Nicht vergessen werden sollte die Stromversorgung. Glasfasertechnik benötigt zwar nur wenig Energie, aber ganz ohne Steckdose funktioniert auch der modernste Anschluss nicht. Planen Sie deshalb direkt am geplanten Übergabepunkt mindestens eine freie Steckdose ein – im Idealfall sogar eine kleine Unterverteilung oder eine Mehrfachsteckdose, an die spätere Komponenten wie Medienkonverter, Router, Switch oder ein kleines NAS angeschlossen werden können.

Schließlich empfiehlt es sich, vorhandene Verträge und Laufzeiten im Blick zu behalten. Wer heute noch einen langen DSL- oder Kabelvertrag mit Restlaufzeit hat, sollte bei der Planung des Glasfaseranschlusses berücksichtigen, ab wann ein Wechsel wirtschaftlich sinnvoll ist. Viele Anbieter koppeln den kostenlosen Hausanschluss an die Buchung eines Tarifs, der dann nach Ablauf des bisherigen Vertrages aktiv geschaltet werden kann.

Wie der Glasfaser-Hausanschluss typischerweise abläuft

Auch wenn sich Details von Anbieter zu Anbieter unterscheiden, folgt ein Glasfaser-Hausanschluss in der Praxis meist einem ähnlichen Ablauf. Es ist hilfreich, diesen Ablauf grob zu kennen, um Kundenanrufe, Schreiben oder Baustellen besser einordnen zu können.

Zu Beginn steht in der Regel eine Vorvermarktung oder Interessenabfrage. Eigentümer erhalten Schreiben, Flyer oder werden bei Infoveranstaltungen über das geplante Ausbaugebiet informiert. In dieser Phase wird meist abgefragt, ob ein kostenloser Hausanschluss gewünscht ist und ob die Eigentümer der Leitungsverlegung auf ihrem Grundstück zustimmen. Ohne diese Zustimmung ist keine Hauseinführung möglich.

Im nächsten Schritt erfolgt eine technische Begehung. Ein Mitarbeiter oder ein beauftragtes Unternehmen sieht sich die örtlichen Gegebenheiten an, prüft, wo die Glasfasertrasse verläuft, wie die Hauseinführung am besten erfolgen kann und wo im Keller oder Hauswirtschaftsraum die Anschlussdose montiert werden soll. Hier lohnt es sich, als Eigentümer präsent zu sein und klare Wünsche zu formulieren.

Darauf folgt der eigentliche Tiefbau. In der Straße werden je nach Verfahren offene Gräben gezogen oder schmale Frässchlitze hergestellt, in denen Leerrohre verlegt werden. Vor dem Grundstück wird in der Regel ein kleiner Kontrollschacht oder eine Unterteilung gesetzt, von dem aus die Leitung zum Haus geführt wird. Für die Hauseinführung wird oft eine Kernbohrung durch die Kellerwand hergestellt. Diese wird anschließend mit geeigneten Dichtelementen verschlossen, damit keine Feuchtigkeit eindringen kann.

Im Gebäude selbst wird dann ein dünnes Glasfaserkabel vom Hauseinführungspunkt zur geplanten Anschlussstelle geführt. Dort montiert der Techniker eine kleine Glasfaserabschlussdose. Häufig wird direkt daneben ein sogenannter Medienkonverter oder ein Glasfaser-Modem installiert, das das optische Signal in ein elektrisches Netzwerksignal (RJ45/Ethernet) umsetzt.

Im letzten Schritt wird der Router angeschlossen und der Anschluss in Betrieb genommen. Je nach Anbieter wird der Router gestellt oder ein vorhandenes Gerät weiterverwendet, sofern es glasfaserfähig ist oder über einen entsprechenden WAN-Port verfügt. Nach der Aktivierung wird die Verbindung getestet, Messprotokolle werden erstellt und die Baustelle im Außenbereich wiederhergestellt. In vielen Fällen werden Gehwege und Straßenoberflächen zunächst provisorisch geschlossen und später in einem separaten Bautakt endgültig asphaltiert oder gepflastert.

Damit ist der technische Teil des Hausanschlusses abgeschlossen. Für einen stabilen Betrieb ist anschließend das interne Netzwerk entscheidend: saubere Verkabelung, sinnvoll platzierte Access Points und eine Firewall- bzw. Routerkonfiguration, die zur Größe des Haushalts oder Unternehmens passt. In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass genau dieser interne Teil ohne externe Unterstützung schnell wächst, aber nicht sauber geplant wird – hier übernehmen wir die strukturierte Bestandsaufnahme, die Planung und auf Wunsch auch die Umsetzung vor Ort.

Fazit: Jetzt vorbereiten – und den Anschluss nicht verpassen

Der Glasfaserausbau im Raum Koblenz–Neuwied–Bonn ist kein Zukunftsprojekt mehr, sondern Realität – wenn auch mit regional sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten. In den Städten schreitet der Ausbau schnell voran, während in manchen Orten im Umland noch Fristen laufen oder konkrete Baumaßnahmen auf sich warten lassen. Verzögerungen, Kommunikationsprobleme und die ganz normale Baustellenrealität ändern nichts daran, dass Glasfaser die Basis für die digitale Infrastruktur der nächsten Jahrzehnte bildet.

Wer sein Gebäude frühzeitig vorbereitet, profitiert in mehrfacher Hinsicht: Der Hausanschluss lässt sich sauber und durchdacht umsetzen, spätere Umbauten werden minimiert und interne Netzwerkprobleme fallen rechtzeitig auf. Gleichzeitig stellen Eigentümer sicher, dass sie wichtige Fristen für kostenlose Anschlüsse nicht versäumen.

Wenn Sie im Raum Koblenz–Neuwied–Bonn unsicher sind, ob Ihr Gebäude oder Ihr Firmennetz bereit für Glasfaser ist, lohnt sich eine strukturierte Bestandsaufnahme: Wo soll der Übergabepunkt hin, wie ist die Verkabelung, welche Geräte sollen in Zukunft über die schnelle Leitung laufen? Genau an dieser Stelle setzen wir mit unserer Beratung und Planung an. Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen die Ausgangssituation, entwickeln eine passende Netzstruktur, koordinieren auf Wunsch die Abstimmung mit dem Anbieter und nehmen Router, Firewall, WLAN und zentrale Dienste so in Betrieb, dass Sie den Glasfaseranschluss im Alltag zuverlässig nutzen können – ohne sich durch technische Details kämpfen zu müssen.

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