Ratgeber · Datenrettung
Daten von defekter Festplatte retten: Was jetzt zählt
Kurz gesagt
Schalten Sie eine defekte Festplatte sofort aus und lassen Sie sie aus, das ist die wichtigste Regel. Jeder weitere Startversuch kann bei einem mechanischen Schaden Daten endgültig zerstören. Gelöschte oder formatierte Daten sind dagegen oft vollständig zu retten, solange nichts Neues auf den Datenträger geschrieben wird. Wir prüfen zuerst, Sie zahlen nur bei Erfolg.
Der Unterschied, der über alles entscheidet
Datenverlust hat zwei Gesichter, und sie verlangen entgegengesetztes Verhalten.
Im logischen Fall sind Dateien gelöscht, die Partition formatiert oder das Dateisystem beschädigt. Die Daten liegen meist noch physisch auf dem Datenträger, sie sind nur nicht mehr auffindbar. Todfeind der Rettung ist hier jeder Schreibvorgang, denn jede neue Datei und jedes Windows-Update kann genau die Sektoren überschreiben, auf denen Ihre Fotos liegen. Benutzen Sie den Datenträger deshalb nicht weiter.
Im mechanischen Fall klackert, tickt oder schleift die Platte oder wird gar nicht mehr erkannt. Die Schreib-Lese-Köpfe schweben dann nicht mehr sauber über den Magnetscheiben, und jede weitere Umdrehung kann die Oberfläche zerkratzen, auf der Ihre Daten liegen. Schalten Sie sofort aus, lassen Sie das Gerät aus und versuchen Sie nichts mehr.
Warum wir bei wichtigen Daten von Rettungs-Software abraten
Kostenlose Recovery-Tools funktionieren, und genau das macht sie gefährlich. Sie laufen stundenlang auf einem Datenträger, dessen Zustand niemand geprüft hat. Ist die Platte angeschlagen, kann dieser Dauerlauf ihr den Rest geben, und aus einem gut rettbaren Fall wird ein Laborfall.
Bei Daten, deren Verlust wirklich weh tut (Familienfotos, Buchhaltung, die Masterarbeit), gehört das Original für uns nicht in Software-Experimente. Seriöse Rettung arbeitet an einer Kopie, nie am Original. Bei unserer Datenrettung prüfen wir deshalb zuerst, nennen dann Erfolgsaussicht und Festpreis, und gezahlt wird nur bei Erfolg. Von dem, was auf unserem Tisch landet, retten wir 92,5 Prozent.
Was Sie sofort tun können
- Gerät ausschalten und den Datenträger nicht weiterbenutzen.
- Nichts installieren, auch keine Rettungs-Software auf dieselbe Platte.
- Bei Geräuschen keine weiteren Startversuche, auch nicht “nur noch einmal kurz”.
- Aufschreiben, was passiert ist (heruntergefallen, Stromausfall, plötzlich weg). Das hilft bei der Prüfung.
- Anrufen oder den Datenträger gut gepolstert einsenden, wir holen ihn auch ab.
Und danach: das Backup, das den nächsten Fall verhindert
Jede gelungene Rettung endet bei uns mit demselben Rat. Der nächste Datenverlust kostet Sie nur dann wieder Nerven, wenn es wieder keine Sicherung gibt. Eine automatische Datensicherung nach der 3-2-1-Regel läuft im Hintergrund und macht aus dem Ernstfall eine Fußnote. Einmal einrichten genügt.
Ihre Daten sind weg?
Schalten Sie das Gerät aus und melden Sie sich. Wir prüfen den Datenträger, nennen Erfolgsaussicht und Festpreis, und Sie zahlen nur, wenn die Rettung gelingt. Die Quote liegt bei 92,5 Prozent.