Ratgeber · Netzwerk
WLAN-Probleme lösen: Warum das Netz hakt und was wirklich hilft
Kurz gesagt
Die meisten WLAN-Probleme haben drei Ursachen: einen ungünstig platzierten Router, Wände und Decken, die das Signal schlucken, und Repeater-Ketten, die das Tempo bei jedem Sprung halbieren. Dauerhaft hilft selten mehr Sendeleistung, sondern die richtige Platzierung und ein zweiter Zugangspunkt per Kabel an der richtigen Stelle.
Erst die Ursache, dann die Technik
Bevor Geld für neue Geräte fließt, lohnt ein nüchterner Blick darauf, woran WLAN wirklich scheitert. In den Häusern und Betrieben, in denen wir messen, sind es fast immer dieselben drei Dinge.
Ursache 1: Der Router steht, wo die Buchse ist
Der Router steht meist dort, wo der Anschluss aus der Wand kommt, also im Flur, im Keller oder hinter dem Fernseher im Schrank. Funktechnisch ist das oft der schlechteste Platz im Haus. WLAN breitet sich kugelförmig aus, ein Router in der Zimmerecke verschenkt also die Hälfte seiner Reichweite an die Außenwand.
Es hilft, den Router frei und erhöht aufzustellen, raus aus Schrank und Ecke, möglichst zentral zu den Räumen, in denen das Netz gebraucht wird. Allein diese Umstellung verändert manche Wohnung spürbar.
Ursache 2: Das Gebäude funkt dazwischen
Jede Wand kostet Signal, aber nicht jede gleich viel. Trockenbau ist fast durchlässig, Stahlbeton wirkt wie eine Wand aus Blei, und eine Fußbodenheizung macht die ganze Decke dicht. Dazu kommt die Frage der Frequenz. Das 2,4-GHz-Band reicht weiter, ist aber langsamer und in Wohngebieten oft überfüllt, weil sich alle Nachbarn dieselben drei brauchbaren Kanäle teilen. Das 5-GHz-Band ist schnell und leer, kommt aber schlechter durch Wände.
Deshalb kann ein WLAN am Handy “voll” anzeigen und trotzdem lahmen, denn der Balken zeigt Signalstärke, nicht Störung. Genau diesen Unterschied macht eine Messung sichtbar.
Ursache 3: Die Repeater-Kette
Der verbreitetste Irrweg beginnt harmlos. Funkloch entdeckt, Repeater gekauft, nächstes Funkloch, nächster Repeater. Jeder Funk-Repeater halbiert das Tempo, weil er auf demselben Kanal empfängt und weitersendet, und eine Kette aus zweien lässt vom schnellen Anschluss wenig übrig.
Die stabile Reihenfolge lautet Kabel schlägt Funk. Ein Access Point, per Netzwerkkabel angebunden und an der richtigen Stelle montiert, liefert volle Geschwindigkeit dort, wo vorher Funkloch war. Wo kein Kabel liegt, ist ein Mesh-System aus aufeinander abgestimmten Geräten die zweitbeste Wahl, deutlich vor der Repeater-Kette.
Wann Sie messen lassen sollten
Wenn Umstellen und ein einzelner vernünftiger Zugangspunkt nicht reichen, raten wir vom weiteren Gerätekauf auf Verdacht ab. Bei der WLAN-Ausleuchtung messen wir das ganze Gebäude, setzen Access Points genau dorthin, wo sie wirken, und verlegen Kabel da, wo Funk verliert. Im Betrieb trennen wir dabei gleich Gäste, Kasse und Büro in eigene Netze. Das Ergebnis ist unspektakulär, und genau das ist der Sinn. Ein WLAN, über das niemand mehr redet.
WLAN bis ins letzte Eck?
Wir messen die Ausleuchtung im ganzen Gebäude und setzen die Technik dorthin, wo sie wirkt. Danach gibt es einen Plan mit Festpreis, für Zuhause und den Betrieb.