Neuen PC einrichten und Daten übertragen: Die Reihenfolge, die Ärger spart
Die bewährte Reihenfolge lautet erst System, dann Programme, dann Daten. Richten Sie Windows ein und lassen Sie alle Updates durchlaufen, installieren Sie danach Ihre Programme, und holen Sie erst zum Schluss die Daten vom alten Rechner, per externer Festplatte, übers Heimnetz oder über einen Cloud-Speicher. Der häufigste Fehler passiert am alten Gerät: E-Mail-Konten, Browser-Passwörter und Lizenzen wollen gesichert sein, bevor der alte Rechner gelöscht wird.
Den kompletten Umzug vom alten auf den neuen Rechner übernehmen wir auch per Fernwartung, Sie packen nur den Karton aus.
Erst das System, dann die Daten
Der verbreitetste Fehler beim neuen Rechner ist, am ersten Abend alles gleichzeitig zu wollen. Die stressfreie Reihenfolge hat drei Etappen, und die Daten kommen bewusst zum Schluss, damit sie in ein fertiges, sauberes System einziehen.
Etappe 1: Windows einrichten und aktualisieren
Beim ersten Start führt Windows durch die Grundeinrichtung. Wer dabei lieber ohne Microsoft-Konto arbeitet, findet die aktuell funktionierenden Wege im Ratgeber Windows 11 ohne Microsoft-Konto. Danach einmal Windows Update laufen lassen, bis nichts mehr kommt, das können beim ersten Mal mehrere Runden mit Neustarts sein. Ein neuer Rechner ab Werk ist selten aktuell.
Dazu gehört das Ausmisten: Hersteller liefern Probeversionen von Virenscannern und allerlei Zusatz-Tools mit. Was Sie nicht bewusst nutzen wollen, deinstallieren Sie am besten am ersten Tag, der Windows Defender übernimmt den Schutz von Haus aus.
Etappe 2: Programme installieren
Jetzt kommen Browser, Office, Drucker-Software und alles, womit Sie täglich arbeiten. Laden Sie Programme direkt beim Hersteller, nicht über Download-Portale, die gern Beifahrer mitinstallieren. Lizenzschlüssel und Zugangsdaten bereitlegen spart hier die meiste Zeit.
Etappe 3: Daten übertragen, drei Wege
- Externe Festplatte oder großer USB-Stick: Der einfachste und schnellste Weg. Am alten Rechner die Ordner Dokumente, Bilder, Musik, Videos, Desktop und Downloads komplett kopieren, am neuen einspielen.
- Übers Heimnetz: Beide Rechner ins selbe Netz, Ordner freigeben, direkt kopieren. Praktisch bei großen Datenmengen, wenn keine externe Platte zur Hand ist.
- Cloud-Speicher: OneDrive und Co. eignen sich für überschaubare Mengen, bei hunderten Gigabyte wird der Weg über Upload und Download zäh.
Die Klassiker, die beim Umzug vergessen werden
Vier Dinge stecken nicht in den Standard-Ordnern und fehlen deshalb später am häufigsten. Browser-Lesezeichen und Passwörter (im Browser exportieren oder über dessen Konto-Abgleich mitnehmen), E-Mail-Daten bei POP-Konten, Steuer- und Vereinssoftware-Datenbestände und die Fotos vom Handy, die bisher nur auf den alten Rechner gesichert wurden. Am alten Gerät fünf Minuten in die installierten Programme zu schauen, erspart Wochen später die böse Überraschung.
Kommt statt eines neuen Rechners auch eine flotte SSD im alten in Frage, lohnt vorher der Blick in den Ratgeber Festplatte auf SSD klonen, das ist oft der günstigere Sprung.
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