Malware entfernen: Werbung, Pop-ups und Schadsoftware sicher loswerden
Der sichere Weg führt über drei Schritte. Deinstallieren Sie zuerst unbekannte Programme aus der Programmliste, prüfen Sie dann im Browser die Benachrichtigungen und Erweiterungen, denn ein großer Teil der heutigen „Viren-Pop-ups“ sind nur abonnierte Website-Benachrichtigungen. Danach lassen Sie einen vollständigen Scan mit dem Windows Defender laufen und ergänzend den kostenlosen AdwCleaner von Malwarebytes. Finger weg von „PC-Cleanern“, die erst scannen und dann Geld verlangen.
Sie möchten bei Schadsoftware lieber nichts falsch machen? Wir übernehmen die komplette Reinigung per Fernwartung.
Woran Sie echten Befall erkennen
Werbefenster, die aus dem Nichts aufgehen. Eine Startseite, die Sie nie eingestellt haben. Ein Browser, der auf Suchseiten umleitet, die Sie nicht kennen. Oder ein Rechner, der plötzlich dauerhaft rödelt. Das sind die vier häufigsten Zeichen. Die gute Nachricht steckt im Detail: Ein großer Teil der „Viren”, mit denen Kunden zu uns kommen, sind gar keine, sondern abonnierte Browser-Benachrichtigungen oder Werbeprogramme, die sich sauber entfernen lassen.
Schritt 1: Die Programmliste ausmisten
Öffnen Sie Einstellungen, Apps, Installierte Apps und sortieren Sie nach Installationsdatum. Alles, was rund um den Beginn der Probleme installiert wurde und das Sie nicht kennen, fliegt raus. Typische Kandidaten tragen Namen wie „Web Companion”, „Driver Updater” oder „PC Optimizer”. Solche Beifahrer kommen oft mit kostenlosen Downloads aufs System.
Schritt 2: Den Browser entgiften
Hier sitzt die Ursache am häufigsten, in dieser Reihenfolge prüfen:
- Benachrichtigungen: In den Browser-Einstellungen unter „Benachrichtigungen” alle Websites entfernen, die Sie nicht bewusst zugelassen haben. Das beendet die Pop-ups rechts unten, die wie Virenwarnungen aussehen.
- Erweiterungen: Jede Erweiterung deaktivieren, die Sie nicht selbst installiert haben. Im Zweifel alle, echte brauchen Sie selten.
- Startseite und Suchmaschine: Zurück auf Ihre gewünschte Einstellung stellen. Wenn sich das nicht dauerhaft speichern lässt, hält ein Programm aus Schritt 1 dagegen.
Schritt 3: Zwei Scans, in Ruhe
Erst der Windows Defender mit einem vollständigen Scan (nicht dem Schnellscan), das dauert je nach Datenmenge ein bis zwei Stunden. Danach der kostenlose AdwCleaner von Malwarebytes, der genau die Adware und Browser-Schädlinge findet, die der Defender als harmlos einstuft. Beide Funde entfernen lassen, Rechner neu starten, fertig.
Wenn es wiederkommt
Taucht die Werbung nach Neustart oder ein paar Tagen wieder auf, hat sich etwas in der Aufgabenplanung oder tiefer im System verankert. Ab diesem Punkt lohnt das Selberschrauben nicht mehr, denn jeder halbe Versuch lässt genau den Rest stehen, der neu aussät. Solche Fälle sind Routinearbeit per Fernwartung, und wenn das System zu zerrüttet ist, sagen wir ehrlich, dass ein sauberes Neuaufsetzen schneller und günstiger ist.
Wovon wir abraten
Bezahl-Cleaner und Registry-Optimierer. Programme, die kostenlos scannen, hunderte „Fehler” finden und für die Reparatur Geld verlangen, gehören selbst zur Werbe-Software. Gleiches gilt für Tuning-Tools, die nebenbei den Browser übernehmen. Was ein zäher Rechner wirklich braucht, steht in unserem Ratgeber PC langsam.
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