NAS-Backup mit Synology und QNAP: Warum das NAS allein keine Sicherung ist
Ein NAS ist die zentrale Ablage, aber erst mit eigener Sicherung auch geschützt: RAID hilft nur beim Plattenausfall, gegen Löschen, Verschlüsselung, Blitz und Diebstahl braucht es Kopien nach der 3-2-1-Regel. Praktisch heißt das: versioniertes Backup mit Hyper Backup (Synology) oder HBS 3 (QNAP) auf eine USB-Platte oder ein zweites NAS, dazu eine verschlüsselte Kopie außer Haus, und ein Wiederherstellungstest, bevor man sich darauf verlässt.
Passende Leistung dazu: Zu Backup & Datensicherung
Der Denkfehler: „Liegt doch auf dem NAS“
Ein NAS von Synology oder QNAP ist im kleinen Betrieb schnell die wichtigste Maschine im Haus: Aufträge, Scans, Buchhaltung, alles liegt zentral. Genau deshalb ist der Satz „Das ist doch unsere Sicherung“ gefährlich. Das NAS ist die Ablage. Eine Ablage sichert sich nicht selbst.
Was dem zentralen Speicher zusetzt, trifft immer alle Daten zugleich:
- Verschlüsselungstrojaner, die über einen infizierten PC alle erreichbaren Freigaben verschlüsseln
- Angriffe direkt auf das NAS, wenn es aus dem Internet erreichbar ist. QNAP-Besitzer erinnern sich an Qlocker: 2021 verschlüsselte die Kampagne weltweit tausende offen erreichbare Geräte.
- Löschen und Überschreiben durch Versehen, das erst Wochen später auffällt
- Blitz, Überspannung, Wasser, Diebstahl, die das ganze Gerät mitnehmen, inklusive RAID
RAID hilft gegen nichts davon. Es beantwortet nur eine einzige Frage: Läuft der Betrieb weiter, wenn eine Platte stirbt?
So sieht ein richtiges NAS-Backup aus
Die 3-2-1-Regel, übersetzt auf ein kleines NAS:
- Versionierte Sicherung im Haus: Synologys Hyper Backup oder QNAPs Hybrid Backup Sync (HBS 3) sichern nachts auf eine USB-Platte oder ein zweites NAS. Versioniert heißt: Alte Stände bleiben erhalten, auch wenn die Verschlüsselung erst nach zwei Wochen auffällt, gibt es noch einen sauberen Stand.
- Eine Kopie außer Haus: verschlüsselt in einen Cloud-Speicher oder als Wechselplatte, die regelmäßig den Standort wechselt. Betriebe mit zwei Standorten lassen zwei NAS-Systeme sich gegenseitig sichern.
- Snapshots als schnelle erste Hilfe: eingefrorene Stände direkt auf dem NAS, für die kleinen Fälle zwischendurch. Sie ergänzen die Sicherung, ersetzen sie aber nicht, denn sie liegen auf demselben Gerät.
Dazu zwei Regeln, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden: Das Backup-Ziel darf nicht als normale Freigabe erreichbar sein, sonst verschlüsselt der Trojaner die Sicherung gleich mit. Und die Wiederherstellung wird getestet, einmal komplett nach der Einrichtung und danach regelmäßig.
Wenn es schon passiert ist
Verschlüsselte oder gelöschte NAS-Daten ohne brauchbare Sicherung sind ein Fall für die Datenrettung: Gerät ausschalten, nichts neu aufspielen, nicht weiterprobieren. Je weniger danach geschrieben wurde, desto besser stehen die Chancen.
Soll Ihre Sicherung im Ernstfall sicher funktionieren?
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