Synology-NAS einrichten: die Schritte, die im Betrieb zählen
Die Grundeinrichtung eines Synology-NAS ist in einer Stunde erledigt: über find.synology.com verbinden, DSM installieren, Speicherpool als SHR oder RAID 1 mit Btrfs anlegen, Benutzer mit eigenen Rechten statt einem Admin-Konto für alle. Im Betrieb entscheiden danach drei Dinge, die oft ausgelassen werden: Snapshots gegen Verschlüsselungstrojaner, eine Sicherung des NAS selbst nach der 3-2-1-Regel und der Verzicht darauf, das Gerät per Portfreigabe oder QuickConnect aus dem Internet erreichbar zu machen.
Passende Leistung dazu: Zu Backup & Datensicherung
Die Grundeinrichtung in Kurzform
Ein neues Synology-NAS meldet sich nach dem ersten Start unter find.synology.com im Browser. Von dort führt der Assistent durch die Installation des Betriebssystems DSM, das Anlegen des Speicherpools und das erste Benutzerkonto. Diese Punkte entscheiden dabei über die nächsten Jahre:
- RAID-Typ: Bei zwei Platten SHR oder RAID 1, damit der Ausfall einer Platte den Betrieb nicht stoppt. Eine Einzelplatte ohne Spiegelung ist im Betrieb keine Option.
- Dateisystem Btrfs statt ext4, sofern das Modell es unterstützt: Nur damit gibt es Snapshots (dazu gleich mehr).
- Benutzer und Rechte: Jeder Mitarbeiter bekommt ein eigenes Konto, Freigaben bekommen Gruppen. Das Standard-Admin-Konto wird deaktiviert, das neue Admin-Konto bekommt Zwei-Faktor-Anmeldung.
- Updates: automatische Installation für Sicherheitsupdates aktivieren. Ein NAS, das jahrelang kein Update sieht, ist ein beliebtes Angriffsziel.
Bis hierhin ist das in einer Stunde erledigt, und für den Hausgebrauch darf man aufhören. Im Betrieb fängt die eigentliche Arbeit jetzt an.
Snapshots: der Unterschied im Ernstfall
Mit Btrfs friert die Snapshot Replication den Stand einer Freigabe in festen Abständen ein, etwa stündlich für Auftragsdaten. Verschlüsselt ein Trojaner die Dateien oder löscht jemand den falschen Ordner, holt der Snapshot den Stand von vorher in Minuten zurück, ohne dass eine Sicherung eingespielt werden muss. Wichtig: Snapshots so einstellen, dass normale Benutzer sie nicht löschen können, sonst löscht die Schadsoftware sie gleich mit.
Das NAS selbst braucht eine Sicherung
Der häufigste Denkfehler: Das NAS ist die Sicherung. Sobald aber Auftragsdaten, Scans und die Buchhaltung nur noch dort liegen, ist das NAS die wichtigste Maschine im Haus, und ein Blitzschlag, Diebstahl oder Brand trifft alle Kopien gleichzeitig. Nach der 3-2-1-Regel gehört deshalb eine Kopie auf ein zweites Medium und eine außer Haus. Synology bringt das Werkzeug dafür mit: Hyper Backup sichert versioniert auf eine USB-Platte, ein zweites NAS oder verschlüsselt in einen Cloud-Speicher. Wie der komplette Aufbau aussieht, steht im Ratgeber NAS-Backup mit Synology und QNAP.
Nicht offen ins Internet
Portfreigaben im Router stellen das NAS direkt ins Internet, der Komfortdienst QuickConnect macht es über Synology-Server erreichbar, ohne offene Ports. In beiden Fällen genügen erratene oder abgegriffene Zugangsdaten für den Zugriff von außen. Für den Zugriff von unterwegs ist ein VPN der richtige Weg: von außen unsichtbar, nach der Anmeldung voll nutzbar. Im Betrieb gehört das zum Grundschutz, gerade wenn Kundendaten auf dem Gerät liegen.
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