Synology-NAS im Unternehmen einrichten: die Schritte, die zählen
Ein Synology-NAS ist über find.synology.com schnell installiert, mit einem Speicherpool als SHR oder RAID 1 auf Btrfs und einem eigenen Konto für jeden Mitarbeiter. Im Unternehmen entscheiden danach drei Einstellungen, die oft fehlen. Das sind unveränderbare Snapshots gegen Verschlüsselungstrojaner, eine eigene Sicherung des NAS nach der 3-2-1-Regel und der Verzicht darauf, das Gerät per Portfreigabe oder QuickConnect aus dem Internet erreichbar zu machen.
Passende Leistung dazu: Zur Datensicherung
Grundeinrichtung in Kurzform
Ein neues Synology-NAS meldet sich nach dem ersten Start im Browser unter find.synology.com. Von dort führt der Assistent durch die Installation des Betriebssystems DSM, das Anlegen des Speicherpools und das erste Administratorkonto. Diese Punkte entscheiden über die nächsten Jahre:
- RAID-Typ: Bei zwei Platten SHR oder RAID 1, damit der Ausfall einer Platte den Betrieb nicht stoppt. Eine Einzelplatte ohne Spiegelung ist im Unternehmen keine Option.
- Dateisystem Btrfs: Nur damit gibt es Snapshots (dazu gleich mehr).
- Administratorkonto: Laut Synology ist das alte Standardkonto „admin“ seit DSM 7 ab Werk deaktiviert, der Assistent legt ein eigenes Administratorkonto an. Dieses Konto bekommt eine Zwei-Faktor-Anmeldung und wird für die tägliche Arbeit nicht benutzt.
- Benutzer und Rechte: Jeder Mitarbeiter bekommt ein eigenes Konto, Freigaben werden über Gruppen wie Büro, Buchhaltung oder Werkstatt vergeben. Wer die Lohnordner nicht braucht, sieht sie nicht.
- Updates: die automatische Installation von Sicherheitsupdates einschalten. Ein NAS, das jahrelang kein Update sieht, ist ein beliebtes Angriffsziel.
Gibt es im Unternehmen bereits eine Windows-Domäne, wird das NAS dort eingebunden. Dann melden sich alle mit ihrem gewohnten Konto an, und wer das Unternehmen verlässt, verliert den Zugriff an einer einzigen Stelle.
Snapshots als erste Hilfe gegen Trojaner
Mit Btrfs friert die App Snapshot Replication den Stand einer Freigabe in festen Abständen ein, etwa stündlich während der Arbeitszeit. Verschlüsselt ein Trojaner über einen Arbeitsplatz die Dateien oder löscht jemand den falschen Ordner, holt der Snapshot den Stand von vorher in Minuten zurück. Seit DSM 7.2 lassen sich Snapshots laut Synology als unveränderbar markieren. Für die eingestellte Frist kann sie dann niemand löschen, auch kein Administratorkonto, das in falsche Hände geraten ist. Genau diese Einstellung fehlt in vielen Büros.
Das NAS selbst braucht eine Sicherung
Der häufigste Denkfehler lautet, das NAS sei die Sicherung. Sobald Aufträge, Pläne und die Buchhaltung nur noch dort liegen, ist es die wichtigste Maschine im Haus, und Überspannung, Diebstahl oder Brand treffen alle Daten zugleich. Nach der 3-2-1-Backup-Regel gehört deshalb eine Kopie auf ein zweites Ziel und eine außer Haus. Synology bringt dafür Hyper Backup mit, das versioniert auf ein zweites NAS, ein Sicherungsziel im Netz oder verschlüsselt in einen Cloud-Speicher sichert. Den vollständigen Aufbau beschreibt der Ratgeber NAS-Backup im Unternehmen.
Nicht offen ins Internet
Portfreigaben im Router stellen das NAS direkt ins Internet, der Komfortdienst QuickConnect macht es über Server von Synology erreichbar. In beiden Fällen genügen erratene oder abgegriffene Zugangsdaten für den Zugriff von außen. Für Außendienst und Homeoffice ist ein VPN über die Firewall des Unternehmens der richtige Weg. Von außen bleibt das NAS unsichtbar, nach der Anmeldung ist es voll nutzbar.
NAS oder Server
Ein NAS ist stark als Dateiablage und Sicherungsziel. Laufen im Unternehmen Warenwirtschaft, Datenbanken oder eine zentrale Anmeldung, stößt es an Grenzen, dann gehört ein Server mit Virtualisierung dazu, und das NAS wird zum Sicherungsziel. Läuft dort noch ein älteres Windows Server, lohnt der Blick auf das Support-Ende von Windows Server 2016. Einrichtung, Rechte und Überwachung der Sicherung übernehmen wir in der Datensicherung, die Serverplanung im Bereich IT-Infrastruktur.
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