Windows Server 2016 ohne Updates ab 2027. Was jetzt zu tun ist
Für Windows Server 2016 endet der erweiterte Support im Januar 2027. Microsoft führt in der Lebenszyklus-Übersicht den 13. Januar, die letzten Sicherheitsupdates kommen mit dem Patchday am 12. Januar. Danach läuft der Server weiter, neu entdeckte Sicherheitslücken werden aber nicht mehr geschlossen. Drei Wege stehen offen, nämlich der Umstieg auf Windows Server 2022 oder 2025, der Umzug der Dienste in die Cloud oder ein kostenpflichtiges Update-Abo als Zwischenlösung.
Passende Leistung dazu: Zu Server & IT-Infrastruktur
Ein Server ist unauffällig. Er steht im Technikraum, hält die Dateifreigaben, die Benutzerkonten und meist die Branchensoftware, und solange alles läuft, denkt niemand an ihn. Genau deshalb fällt das Support-Ende in vielen Betrieben erst auf, wenn ein Prüfer oder ein Softwarehersteller danach fragt.
Was im Januar 2027 wirklich passiert
Am Stichtag geht nichts aus. Der Server startet weiter, die Freigaben bleiben erreichbar, niemand sperrt etwas. Was aufhört, sind die Sicherheitsupdates. Jede Lücke, die danach in Windows Server 2016 gefunden wird, bleibt offen.
Bei einem Arbeitsplatzrechner wäre das ärgerlich. Bei einem Server, auf dem die Dateien des ganzen Betriebs liegen und an dem alle Arbeitsplätze hängen, ist es eine andere Größenordnung. Wenn Sie eine Cyberversicherung haben, lohnt der Blick in die Bedingungen, bevor der Termin näher rückt.
Erst nachsehen, was bei Ihnen im Technikraum steht
Die Prüfung dauert eine Minute. Melden Sie sich am Server an, drücken Sie die Windows-Taste zusammen mit R, tippen Sie winver ein und bestätigen Sie mit Enter. Das kleine Fenster nennt die Version im Klartext.
Zwei Dinge sind dabei häufig überraschend. Erstens laufen in vielen Betrieben zwei Maschinen, ein Hauptserver und eine zweite für die Sicherung oder die Warenwirtschaft, und die zweite ist oft die ältere. Zweitens wird ein NAS gern für einen Server gehalten. Ein NAS ist nicht betroffen, es bringt sein eigenes Betriebssystem mit.
Drei Wege, und was sie unterscheiden
- Neuer Server im Haus: Windows Server 2022 oder 2025 auf frischer Hardware, die Daten und Dienste ziehen um. Das ist der vertraute Weg, bleibt aber eine Investition in Blech, das in fünf bis sieben Jahren wieder ansteht.
- Umzug in die Cloud: Dateien, Postfächer und teilweise die Fachanwendung wandern zu einem Anbieter, im Technikraum bleibt nichts Kritisches zurück. Statt der einmaligen Anschaffung zahlen Sie monatlich, dafür entfallen Hardware-Erneuerung und Serverwartung.
- Update-Abo als Zwischenlösung: Microsoft bietet für Windows Server 2016 kostenpflichtige Extended Security Updates an und verlängert damit die Sicherheitsupdates um bis zu drei Jahre. Geschlossen werden nur kritische und wichtige Lücken, neue Funktionen und technischen Support gibt es nicht. Das kauft Zeit, es löst nichts.
- Und oft eine Mischung: Postfächer und Dateien in die Cloud, die Branchensoftware vorerst auf einem kleinen Server im Haus, weil der Hersteller es so verlangt.
Welcher Weg günstiger ist, entscheidet sich selten am Preis des Servers, sondern an den Fachanwendungen. Was rechnerisch dahintersteckt, haben wir unter IT-Kosten senken aufgeschrieben, und welche Bausteine für einen Umzug in Frage kommen, steht bei den Cloud-Lösungen.
Warum die Umstellung früher anfängt, als die Frist vermuten lässt
Der eigentliche Aufwand steckt in allem, was auf dem Betriebssystem läuft. Die Branchensoftware braucht eine Freigabe des Herstellers für die neue Serverversion, manchmal auch eine neue Lizenz. Ältere Programme laufen unter Windows Server 2025 nicht mehr, dann wird aus der Server-Umstellung ein Software-Wechsel mit Schulung. Drucker und Scanner brauchen aktuelle Treiber.
Diese Klärungen laufen über fremde Hersteller und deren Antwortzeiten. Rechnen Sie deshalb mit mehreren Monaten zwischen der ersten Anfrage und dem Umstellungswochenende, nicht mit zwei Wochen.
Was Sie jetzt klären sollten
- Welche Serverversion läuft, und auf wie vielen Maschinen? Die
winver-Abfrage auf jedem Server im Haus. - Was liegt darauf? Dateifreigaben, Benutzerkonten, Branchensoftware, Warenwirtschaft, Datenbank, Druckerverwaltung.
- Was sagt der Hersteller Ihrer Fachanwendung? Eine Mail mit der Frage nach der Freigabe für Windows Server 2022 und 2025 kostet nichts und beantwortet die wichtigste Frage.
- Wie alt ist die Hardware? Ein Server von 2016 ist heute zehn Jahre alt, damit ist die Frage nach neuem Blech ohnehin gestellt.
- Läuft die Sicherung getrennt vom Server? Wenn die einzige Sicherung auf derselben Maschine liegt, ist das unabhängig vom Support-Ende das dringendere Problem. Wie eine tragfähige Datensicherung aussieht, ist ein eigenes Thema.
Wer die fünf Punkte beantwortet hat, kann die drei Wege ehrlich gegeneinander rechnen. Vorher ist jede Zahl geraten.
Läuft bei Ihnen noch ein Server von 2016?
Wir nehmen auf, was auf der Maschine läuft, klären mit den Herstellern Ihrer Fachanwendungen die Freigaben und legen Ihnen die Wege mit Preis und Zeitplan nebeneinander. Die Bestandsaufnahme vorab ist kostenlos.