Windows Server 2016 ohne Updates ab 2027, und was mit Server 2019 ist
Für Windows Server 2016 endet der erweiterte Support am 12. Januar 2027, die letzten regulären Sicherheitsupdates kommen mit dem Patchday an diesem Tag. Danach läuft der Server weiter, neu entdeckte Lücken werden aber nicht mehr geschlossen. Windows Server 2019 folgt am 9. Januar 2029. Unternehmen haben drei Wege, nämlich den Umstieg auf Windows Server 2025, den Umzug der Dienste in die Cloud oder kostenpflichtige Extended Security Updates als Zwischenlösung.
Passende Leistung dazu: Zu Server & IT-Infrastruktur
Ein Server ist unauffällig. Er steht im Technikraum, hält die Dateifreigaben, die Benutzerkonten und meist die Branchensoftware, und solange alles läuft, denkt niemand an ihn. Deshalb fällt das Support-Ende in vielen Unternehmen erst auf, wenn ein Prüfer, ein Versicherer oder ein Softwarehersteller danach fragt.
Was am 12. Januar 2027 passiert
Laut Microsoft-Lebenszyklus endet der erweiterte Support für Windows Server 2016 am 12. Januar 2027. Am Stichtag geht nichts aus. Der Server startet weiter, die Freigaben bleiben erreichbar. Was aufhört, sind die Sicherheitsupdates. Jede Lücke, die danach in Windows Server 2016 gefunden wird, bleibt offen.
Bei einem einzelnen Arbeitsplatz wäre das ärgerlich. Bei einem Server, auf dem die Dateien des ganzen Unternehmens liegen und an dem alle Arbeitsplätze hängen, ist es eine andere Größenordnung. Wenn Sie eine Cyberversicherung haben, lohnt der Blick in die Bedingungen, denn viele Versicherer fragen nach unterstützten Betriebssystemen.
Und Windows Server 2019?
Für Windows Server 2019 endete der allgemeine Support bereits am 9. Januar 2024. Sicherheitsupdates gibt es laut Microsoft noch bis zum 9. Januar 2029. Das klingt nach viel Zeit, ist es für eine Server-Umstellung aber nur bedingt. Wer eine 2019er Maschine betreibt, sollte die Ablösung in die Planung der nächsten zwei Jahre aufnehmen und sie mit dem ohnehin fälligen Hardwaretausch zusammenlegen.
Wer heute einen Server von 2016 ablöst, sollte deshalb nicht auf 2019 wechseln. Ziel ist Windows Server 2025, das Microsoft bis in die 2030er Jahre mit Updates versorgt.
Erst nachsehen, was bei Ihnen im Technikraum steht
Die Prüfung dauert eine Minute. Melden Sie sich am Server an, drücken Sie die Windows-Taste zusammen mit R, tippen Sie winver ein und bestätigen Sie mit Enter. Das kleine Fenster nennt die Version im Klartext.
Zwei Dinge sind dabei häufig überraschend. In vielen Unternehmen laufen zwei Maschinen, ein Hauptserver und eine zweite für die Sicherung oder die Warenwirtschaft, und die zweite ist oft die ältere. Außerdem wird ein NAS gern für einen Server gehalten. Ein NAS ist nicht betroffen, es bringt sein eigenes Betriebssystem mit.
Drei Wege, und was sie unterscheiden
- Neuer Server im Haus. Windows Server 2025 auf frischer Hardware, meist als Host mit mehreren virtuellen Servern, Daten und Dienste ziehen um. Das ist der vertraute Weg, bleibt aber eine Investition in Hardware, die in fünf bis sieben Jahren wieder ansteht.
- Umzug in die Cloud. Dateien, Postfächer und teilweise die Fachanwendung wandern zu einem Anbieter, im Technikraum bleibt nichts Kritisches zurück. Statt der einmaligen Anschaffung zahlen Sie monatlich, dafür entfallen Hardware-Erneuerung und Serverwartung.
- Extended Security Updates als Zwischenlösung. Microsoft bietet für Windows Server 2016 kostenpflichtige Sicherheitsupdates für bis zu drei weitere Jahre an, also bis Januar 2030. Bezogen werden sie über Azure Arc und die Azure-Abrechnung. Geschlossen werden nur kritische und wichtige Lücken, neue Funktionen gibt es nicht. Das kauft Zeit, die Umstellung bleibt trotzdem fällig.
Oft ist es eine Mischung. Postfächer und Dateien gehen in die Cloud, die Branchensoftware bleibt vorerst auf einem kleinen Server im Haus, weil der Hersteller es so verlangt. Welche Bausteine für einen Umzug in Frage kommen, steht bei den Cloud-Lösungen.
Was der Betrieb des neuen Servers kostet
In unserer IT-Betreuung kostet ein virtueller Server ab 99 € netto im Monat, ein physischer Host ab 149 € netto. Im Wartungsvertrag liegt ein Server ab 59 € netto im Monat, Einsätze rechnen wir dann nach Zeit ab. Ein typischer Aufbau aus einem Host mit zwei virtuellen Servern kostet in der Betreuung also einmal den Host und zweimal die VM. Was rechnerisch hinter den Alternativen steckt, steht unter IT-Kosten senken.
Warum die Umstellung früher anfängt, als die Frist vermuten lässt
Der eigentliche Aufwand steckt in allem, was auf dem Betriebssystem läuft. Die Branchensoftware braucht eine Freigabe des Herstellers für die neue Serverversion, manchmal auch eine neue Lizenz. Ältere Programme laufen unter Windows Server 2025 nicht mehr, dann wird aus der Server-Umstellung ein Software-Wechsel mit Schulung. Drucker und Scanner brauchen aktuelle Treiber.
Diese Klärungen laufen über fremde Hersteller und deren Antwortzeiten. Rechnen Sie deshalb mit mehreren Monaten zwischen der ersten Anfrage und dem Umstellungswochenende.
Was Sie jetzt klären sollten
- Welche Serverversion läuft, und auf wie vielen Maschinen? Die
winver-Abfrage auf jedem Server im Haus. - Was liegt darauf? Dateifreigaben, Benutzerkonten, Branchensoftware, Warenwirtschaft, Datenbank, Druckerverwaltung.
- Was sagt der Hersteller Ihrer Fachanwendung? Eine Mail mit der Frage nach der Freigabe für Windows Server 2025 beantwortet die wichtigste Frage.
- Wie alt ist die Hardware? Ein Server von 2016 ist heute zehn Jahre alt, damit ist die Frage nach neuer Hardware ohnehin gestellt.
- Läuft die Sicherung getrennt vom Server? Wenn die einzige Sicherung auf derselben Maschine liegt, ist das unabhängig vom Support-Ende das dringendere Problem. Wie eine tragfähige Datensicherung aussieht, ist ein eigenes Thema.
Wer die fünf Punkte beantwortet hat, kann die Wege sauber gegeneinander rechnen. Vorher ist jede Zahl geraten.
Wenn im Unternehmen niemand die Zeit dafür hat
Wir nehmen diese Klärung im IT-Check ab. Wir nehmen jeden Server auf, fragen bei den Herstellern Ihrer Fachanwendungen die Freigaben an und legen die Wege mit Aufwand und Zeitplan nebeneinander. Die Umsetzung, vom neuen Server bis zum Umzug der Dienste, gehört zu Server und IT-Infrastruktur. Die Umstellung legen wir auf Abende oder ein Wochenende, damit Ihr Team am nächsten Arbeitstag weitermachen kann. Im Raum Koblenz kommen wir dafür in Ihren Technikraum, mehr dazu unter IT-Service Koblenz.
Läuft bei Ihnen noch ein Server von 2016 oder 2019?
Wir nehmen auf, was auf der Maschine läuft, klären mit den Herstellern Ihrer Fachanwendungen die Freigaben und legen Ihnen die Wege mit Preis und Zeitplan nebeneinander, bevor Sie sich entscheiden.