PC aufräumen: Was wirklich Platz und Tempo bringt
Windows bringt alles mit, was ein aufgeräumter Rechner braucht. Die Datenträgerbereinigung entfernt alte Update-Reste und temporäre Dateien, oft mehrere Gigabyte auf einen Schlag. Danach lohnen der Blick in den Downloads-Ordner, das Deinstallieren ungenutzter Programme und das Ausmisten des Autostarts. Kostenpflichtige Cleaner-Tools braucht es dafür nicht, sie finden nichts, was die Bordmittel nicht auch finden.
Eine Aufräum-Stunde per Fernwartung, und der Rechner hat wieder Platz und Tempo. Wir erledigen das für Sie.
Erst messen, dann löschen
Öffnen Sie Einstellungen, System, Speicher. Windows schlüsselt dort auf, was Laufwerk C füllt, von Apps über temporäre Dateien bis zu Dokumenten. Damit löschen Sie gezielt statt auf Verdacht, und Sie sehen hinterher schwarz auf weiß, was das Aufräumen gebracht hat.
Die vier Handgriffe mit der größten Wirkung
- Temporäre Dateien entfernen. Direkt in der Speicher-Übersicht unter „Temporäre Dateien” alles anhaken, was Windows anbietet, insbesondere „Windows Update-Bereinigung” und den Papierkorb. Nach einem großen Funktionsupdate liegen hier gern 10 bis 30 GB alte Systemdateien (der Ordner Windows.old zählt dazu, er verschwindet sonst erst nach zehn Tagen von selbst).
- Downloads-Ordner leeren. Installationsdateien, alte PDFs, doppelte Fotos, der Ordner wächst jahrelang unbemerkt. Was bleiben soll, wandert in Dokumente oder Bilder, der Rest fliegt.
- Programme deinstallieren. Unter Einstellungen, Apps nach Größe sortieren und alles entfernen, was Sie im letzten Jahr nicht geöffnet haben. Probeversionen und Hersteller-Beigaben zuerst.
- Speicheroptimierung einschalten. Unter System, Speicher übernimmt die „Speicheroptimierung” das Leeren von Papierkorb und temporären Dateien künftig automatisch nach Zeitplan.
Aufräumen macht Platz, nicht automatisch Tempo
Ein voller Datenträger bremst erst, wenn er fast ganz voll ist. Fühlt sich der Rechner nach dem Aufräumen weiter zäh an, liegt die Ursache woanders, meist bei Festplatte, Autostart oder Arbeitsspeicher. Die Fünf-Minuten-Diagnose dafür steht im Ratgeber PC langsam. Und wenn beim Aufräumen ständig Werbung oder unbekannte Programme auffallen, gehört zuerst der Ratgeber Malware entfernen auf den Tisch.
Wovon wir abraten
Löschen im Windows-Ordner und „Speicherplatz-Wundern”. Alles, was unterhalb von C:\Windows liegt, gehört dem System, dort manuell zu löschen rächt sich. Ebenso wenig gehören Dokumente auf Verdacht in die Cloud verschoben, nur weil ein Tool das vorschlägt, ohne Sicherung ist das schlicht ein Risiko. Apropos Sicherung: Bevor groß ausgemistet wird, gehört eine aktuelle Datensicherung angelegt, dann darf auch mal beherzt gelöscht werden.
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