KI lokal betreiben: Wann Ollama im Unternehmen die richtige Wahl ist
Ollama ist eine Open-Source-Software, mit der KI-Sprachmodelle wie Llama, Mistral oder Qwen direkt auf einem eigenen Rechner oder Server laufen, ohne Cloud und ohne dass Texte das Haus verlassen. Für Betriebe mit vertraulichen Daten (Mandanten, Patienten, Verträge) ist das der sauberste Weg, KI zu nutzen. Der Preis dafür: eigene Hardware mit ausreichend Grafikspeicher und die ehrliche Erkenntnis, dass lokale Modelle den großen Cloud-Modellen nicht in allem ebenbürtig sind.
Was Ollama ist
Ollama ist eine kostenlose Open-Source-Software, die KI-Sprachmodelle auf eigener Hardware ausführt: auf einem kräftigen PC, einem Server im Betrieb oder einem gemieteten dedizierten Server. Ein Befehl lädt ein Modell wie Llama, Mistral oder Qwen, danach beantwortet es Fragen und verarbeitet Texte, ohne dass irgendetwas an einen Cloud-Dienst geschickt wird.
Für den Betrieb heißt das: Die Daten bleiben im Haus. Kein Vertrag mit einem KI-Anbieter, keine Übermittlung von Kundendaten an Dritte, keine Frage, in welchem Rechenzentrum ein Prompt landet.
Für wen sich lokale KI lohnt
- Kanzleien und Praxen, die mit Mandanten- oder Patientendaten arbeiten und Cloud-KI dafür zu Recht ausschließen
- Betriebe mit Verträgen und Kalkulationen, die nicht in fremde Systeme gehören, aber trotzdem durchsucht und zusammengefasst werden sollen
- Wiederkehrende Routinearbeit in festen Abläufen: Anfragen vorsortieren, Dokumente verschlagworten, Antwortentwürfe schreiben. Genau dafür reichen offene Modelle heute gut aus.
Und die ehrliche Grenze: Wer das absolut stärkste Modell für komplexe Einzelaufgaben braucht, fährt mit den großen Cloud-Anbietern besser. In der Praxis bewährt sich oft die Mischung: Unkritisches darf in die Cloud, Vertrauliches bleibt lokal.
Was es wirklich kostet
Die Software ist frei, bezahlt wird die Hardware und die Einrichtung. Als Faustregel: Für erste Tests reicht ein vorhandener PC mit ordentlicher Grafikkarte. Für den Dauerbetrieb im Team gehört ein kleiner Server mit ausreichend Grafikspeicher ins Haus, dessen Dimensionierung sich nach den Modellen richtet, die laufen sollen. Danach fallen, anders als bei Cloud-KI, keine laufenden Gebühren pro Nutzer oder Anfrage an, nur Strom und Pflege.
Genau diese Rechnung, Cloud-Abo gegen eigene Hardware über die Nutzungsdauer, machen wir im Potenzial-Check der KI-Automation auf, mit Ihren Zahlen statt mit Prospektwerten.
KI nutzen, ohne Daten aus dem Haus zu geben?
Wir bauen KI-Automationen auf Wunsch komplett lokal auf, von der Hardware-Dimensionierung bis zum fertigen Workflow. Im Potenzial-Check klären wir vorher, ob sich das für Ihren Fall rechnet.