Microsoft 365 Copilot: Was er kann und was er kostet
Microsoft 365 Copilot bringt KI direkt in Word, Outlook, Excel und Teams und kostet als Zusatzlizenz derzeit 15,60 € pro Nutzer und Monat bei Jahresabrechnung (Aktionspreis, regulär 18,20 €, monatlich 21,84 €, jeweils zzgl. MwSt., Stand: Juli 2026). Voraussetzung ist eine bestehende Microsoft-365-Lizenz, lizenziert werden kann ab einem einzelnen Nutzer. Die eigentliche Stolperfalle ist nicht der Preis, sondern die Ablage: Copilot findet alles, worauf ein Nutzer Zugriff hat, auch das, worauf er nie hätte Zugriff haben dürfen.
Was Copilot im Alltag macht
Microsoft 365 Copilot ist kein weiterer Chat im Browser, sondern KI an der Stelle, wo im Büro gearbeitet wird: In Outlook fasst er lange Mailverläufe zusammen und entwirft Antworten, in Word schreibt und überarbeitet er Dokumente aus Stichpunkten, in Excel erklärt er Tabellen und baut Auswertungen, in Teams protokolliert er Besprechungen samt Aufgabenliste, auch für die, die nicht dabei waren.
Der Unterschied zu ChatGPT und Co.: Copilot kennt den Kontext. Er greift auf Ihre Mails, Dateien und Termine zu und muss nicht mit Kopieren und Einfügen gefüttert werden. Genau daraus entsteht der Nutzen, und genau daraus entsteht auch das Risiko (dazu unten).
Was er kostet
Copilot ist eine Zusatzlizenz zu einem bestehenden Microsoft-365-Plan (Stand: Juli 2026, Preise zzgl. MwSt.):
- Jahresabrechnung: derzeit 15,60 € pro Nutzer und Monat als Aktionspreis, regulär 18,20 €.
- Monatliche Abrechnung: 21,84 € pro Nutzer und Monat.
- Enterprise-Pläne: um 28 € pro Nutzer und Monat.
- Copilot Pro für Privatnutzer: 22 € im Monat.
Die Rechnung dahinter ist dieselbe wie bei ChatGPT Plus: Eine gesparte Arbeitsstunde im Monat spielt die Lizenz ein. Bei Leuten, die den Tag in Outlook, Word und Teams verbringen, ist das schnell erreicht, beim Kollegen in der Werkhalle eher nicht. Deshalb lizenzweise starten, nicht flächendeckend.
Die Stolperfalle: Ihre Ablage
Copilot findet alles, worauf der angemeldete Nutzer Zugriff hat. In vielen gewachsenen Umgebungen heißt das: zu viel. Die Freigabe „Jeder im Unternehmen” aus dem Jahr 2019, der offene Ordner mit Bewerbungsunterlagen, die alte Gehaltstabelle im Teamlaufwerk, was vorher niemand fand, weil niemand suchte, liefert Copilot jetzt auf Zuruf. Vor der Einführung gehört deshalb ein Berechtigungs-Check, danach ist Copilot so vertrauenswürdig wie die Umgebung, in der er läuft.
Copilot oder ein anderes Modell?
Für Betriebe, die tief in Microsoft 365 stecken, ist Copilot der kürzeste Weg zu spürbarer Zeitersparnis, ohne neues Werkzeug und ohne Kopieren zwischen Fenstern. Wer dagegen wiederkehrende Abläufe ganz automatisieren will, braucht keinen Assistenten im Dokument, sondern einen Workflow, der von allein läuft. Und wie sich Copilot gegen ChatGPT, Claude und Gemini schlägt, steht im großen Vergleich.
Copilot sicher einführen?
Wir richten Microsoft 365 samt Berechtigungen so ein, dass Copilot nur findet, was er finden darf, und rechnen vorher durch, für welche Ihrer Leute sich die Lizenz lohnt. Das Erstgespräch kostet nichts.